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Das Bargeld steht vor dem Aus

Die Deutschen lieben ihr Bargeld, doch wer etwas über die Zukunft des Bezahlens erfahren möchte, der muss nur nach Schweden schauen. In kaum einem anderen Land der Welt wird jetzt schon Bargeld so wenig genutzt wie dort. Die Menschen haben sich längst daran gewöhnt, ihren Kaffee, ihre Brötchen oder die Zeitung am Kiosk mit der Karte oder dem Handy zu bezahlen. Diese Entwicklung Schwedens zu einer bargeldlosen Nation ist einmalig. Das liegt zum einen an dem technischen Interesse der Schweden und der Neugier neue Sachen auszuprobieren, aber vor allem auch daran, weil es in diesem Land in den 2000er Jahren eine Vielzahl von brutalen Banküberfällen mit Schusswaffen gab, bei denen viele Menschen starben. Das führte zu einer Schockstarre und befeuerte die Diskussion über die Abschaffung des Bargelds. Die Einführung digitaler Zahlungsmittel hat danach für mehr Sicherheit gesorgt, da einfach weniger Bargeld im Umlauf war und sich Raubüberfälle dadurch nicht mehr gelohnt haben, was sich natürlich schnell herumgesprochen hat.
Kürzlich hat auch die Dänische Nationalbank bekanntgegeben, dass sie bald kein Bargeld mehr drucken möchte und der Iran will sämtliche Geschäfte in einer Sonderwirtschaftszone nur noch bargeldlos durchführen lassen. Was auf den ersten Blick nach Einzelfällen aussieht, kann sehr bald schon einen Dominoeffekt auslösen, bei denen andere Länder mitziehen. Die Entwicklung der letzten drei Jahre war jedenfalls so rasant, dass vermutlich das Bargeld vor dem Jahr 2030 verschwunden sein wird und Menschen dann nur noch mit Kreditkarte oder einer digitalen Währung per Smartphone bezahlen werden. Bereits seit einigen Jahren hat der Bitcoin als erstes digitales Zahlungsmittel einen kräftigen Schub nach vorn bekommen und auch die nachfolgenden sogenannten Kryptowährungen, wie der erst in diesem Jahr gestartete Swisscoin oder Giracoin, werden von dieser Entwicklung mit Sicherheit profitieren.